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Kosmetik Fachwörterverzeichnis (Bereich Chemie/Produktkunde)

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe A

Adsorption

 

In der Kosmetik: Anlagerung von Stoffen an die obersten Haut- und Haarschichten

Adstringentien

 

Wirkstoffe, die zusammenziehend wirken und z. B. in Gesichtslotionen und Rasierwässern enthalten sind

Ätherische Öle

 

aus Pflanzen gewonnene, leicht flüchtige, wohlriechende Öle (Duftstoffe)

After-Sun-Präparate

 

Körperlotionen oder Cremes, die Zusätze enthalten, die den durch zu starke Sonneneinwirkung entstandenen Schäden der Haut entgegenwirken sollen

Affekterythem

 

oberflächliche Rötung der Haut, ausgelöst durch Freude, Begeisterung, Überraschung, Ärger, Zorn u. a. seelische Erregungen

Akne

 

(gr. akne=Spitze) Erkrankung der Haut mit Komedonen- Papel- Pustel- oder Abszeßbildung; Verstopfung und Entzündung, (Vereiterung) der Hauttalgdrüsen, tritt am häufigsten in der Pubertät auf

Allergie

 

Überempfindlichkeit des Organismus gegen körperfremde Stoffe (Nahrungsmittel, Medikamente, Blütenstaub, chem. Stoffe u. a. ), die zu Störungen besonders im Bereich der Haut, Schleimhäute und Atemwege führt

Aloe vera

 

aus den dicken Blättern der Aloe gewonnener Saft; enthält Enzyme, Vitamine, Saccharide u. a.; Wirkungsweise: feuchtigkeitserhaltend, entzündungshemmend, pflegend und schützend

Anamnese

 

Vorgeschichte des Gesundheitszustandes

Antisepsis

 

Vernichtung von Krankheitskeimen mit chemischen Mitteln

Asepsis

 

Keimfreiheit. Methode der Wundbehandlung und Wundversorgung, bei der von vornherein jegliches Berühren der Wunde mit unsterilem Material vermieden wird im Gegensatz zur Antisepsis, bei der versucht wird, bereits eingedrungene Bakterien mit chemischen Mitteln zu bekämpfen

Athletischer Typ

 

einer der drei Konstitutionstypen der Lehre Kretschmers; körperlich stark und kräftig entwickelt

Atrophie

 

(gr. a'trophos=schlecht genährt) Normaler Alterschwund, der zu allmählich einsetzenden, langsam fortschreitenden Veränderungen einzelner Gewebebestandteile der Haut führt. Das Unterhautfettgewebe schwindet, die Oberhaut verdünnt sich, die Unterhautvenen scheinen hindurch.

Autogen

 

aus dem Körper selbst entstanden, selbstwirkend

Azulen

 

Wirkstoff aus der Kamille mit tiefblauer Farbe, der entzündungshemmend wirkt und für Hautcremes, Lippenstifte, Schminken, Mundwässer usw. verwendet wird

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe B

Bad

 

Es ist das wichtigste Mittel zur Pflege der Haut. Schmutz, Schweiß und Krankheitskeime sollen durch Wasser und Reinigungsmittel von der Haut entfernt werden. Die oberflächlichen Hornschichten werden beim Baden aufgeweicht, dadurch wird ihr Abstoßen erleichtert und die in sie eingedrungenen Verunreinigungen beseitigt.

Bakterienflora

 

bestimmte Anzahl von Bakterien auf der Oberfläche der Haut und im Innern des menschlichen Organismus

Bakterizide

 

Substanzen, die die Zellmembran der Bakterien zerstören

Barriere

 

(oder Reinsche Barriere) befindet sich als dünne zusammenhängende Keratinmembran in der Epidermis und trennt die Hornschicht von dem tieferliegenden Hautgewebe. Neueren Auffassungen zufolge stellt sie jedoch keine eigene Schicht dar, sondern ist die Gesamtheit der Körnerzellenschicht. Aufgabe der Barriere ist es, Wasserbindevermögen und Wasserdurchlässigkiet der Haut zu beeinflussen.

Bienenwachs

 

knetbare Ausscheidung aus den Drüsen der Honigbienen, aus der die Honigwaben gebaut werden. Verwendung zur Herstellung von Salben, Cremes, Lippenstiften etc.

Biokatalysatoren

 

Substanzen, die eine Reaktion im lebenden Organismus anregen oder beschleunigen. Zu den Biokatalysatoren zählen Enzyme, Hormone, Vitamine, Wuchsstoffe, Spurenelemente.

Blasen

 

Mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume in der Epidermis oder zwischen Epidermis und Cutis. Blasen mit eitrigem Inhalt werden als Pusteln bezeichnet.

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe C

Calendula

 

Wirkstoff aus der Ringelblume, der beruhigend, ausgleichend, leicht durchblutungsfördernd wirkt und in Präparaten gegen rissige Haut (Handpflegepräparate) und gegen Sonnenbrand verwendet wird.

ß-Carotin

 

Vorstufe des Vitamin A, als gelber Farbstoff in Pflanzen (Karotten) enthalten. Kosmetische Anwendung: als Farbstoff, als künstliches Hautbräunungsmittel, gegen Mangelerscheinungen der Oberhaut und gegen Störungen der Verhornung, der Talg- und Schweißdrüsenfunktion, die auf Vitamin A-Mangel beruhen.

Cellulite

 

Volkstümliche Bezeichnung für eine vermehrte Fettaufnahme bes. des weiblichen Bindegewebes an den Oberschenkeln, Oberarmen, im Hüftbereich. Keine Erkrankung!

Chlorophyll

 

grüner Blattfarbstoff der Pflanzen, der die Photosynthese ermöglicht. Er wird als Farbstoff für Seifen und andere kosmetische Präparate verwendet.

CTFA

 

Abkürzung für Cosmetic, Toiletry and Fragnance Association. Diese führt eine Liste, in der die kosmetischen Rohstoffe unter ihren Markennamen und unter einer vereinheitlichten chemischen Bezeichnung geführt sind.

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe D

Dehydration

 

Wasserentzug aus Körpergeweben

Deodorantien

 

Zubereitungen, die Wirkstoffe enthalten, die die schweißzersetzenden Bakterien hemmen und dadurch die Bildung von Geruchsstoffen verhindern.

Depilation

 

kurzfristige Haarentfernung ohne Zerstörung der Haarwurzeln durch Auflösen der Haarsubstanz

Dermatosen

 

Hautkrankheiten

Desinfektion

 

weitgehende Abtötung von Mikroorganismen

Diagnose

 

(griech): Unterscheidung, Entscheidung, Erkennung, Zusammenfassung der wesentlichen Merkmale

Dispersion

 

In der Chemie ein System aus mehreren Phasen, von denen eine kontinuierlich (Dispersionsmittel) und mindestens eine darin fein verteilt ist.

DNS

 

(Desoxyribonucleinsäure) Grundsubstanz der Zellkerne aller pflanzlichen, tierischen und menschlichen Organismen, Träger der Erbinformation. Durch UV-Strahlen findet eine Schädigung der DNS statt, die aber umkehrbar sein soll (Repair-System).

Drogen

 

Getrocknete Stoffe pflanzlicher oder tierischer Herkunft. Sie spielen in der Kosmetik eine Rolle, wenn ihre Inhaltsstoffe bei äußerlicher Anwendung eine kosmetische Wirkung hervorrufen, d. h., erweichend, heilend, entzündungdwidrig wirken. In der Kosmetik werden Extrakte aus den Drogen (Kamillenextrakt, Hamamelisextrakt) verwendet.

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe E

Eau de Toilette

 

Phantasie-Duftnoten.

Effloreszenzen

 

Hautausschläge. Die primären Effloreszensen (z. B. Papeln, Bläschen, Pusteln) werden unmittelbar durch Krankheiten hervorgerufen, die sekundären entwickeln sich im Anschluß an die primären (Z. B.: Schuppe, Narbe, Atrophie).

Eiweiß

 

Nahrungs-, Gerüst- und Reservestoff der Organismen und für alle Lebensvorgänge unentbehrlich. Eiweiß ist wesentlicher Bestandteil u. a. der Haare, Nägel, kommt im Blut, in der Milch, in Eiern u. a. m. vor.

Ekzem

 

eine auf Überempfindlichkeit der Haut beruhende Gruppe von Erkrankungen der Oberhaut und des Papillarkörpers

Elastin

 

bildet den Hauptbestandteil der elastischen Fasern des Bindegewebes und kommt vor allem in Organen mit hoher Elastizität wie Blutgefäßen und Haut vor.

Elastizität

 

Eigenschaft der Körper, nach Deformationen durch äußere Kräfte ihre ursprüngliche Form wieder anzunehmen

Emulgatoren

 

Hilfsstoffe zur Herstellung und Stabilisierung von Emulsionen

Emulsionen

 

entstehen durch feinste Verteilung von Tröpfchen einer Flüssigkeit in einer anderen, in der die erste nicht oder nur begrenzt löslich ist. Bei Öl-in-Wasser-Emulsionen ist Öl in Wasser fein verteilt, bei Wasser-in-Öl-Emulsionen ist Wasser in Öl fein verteilt. Für kosmetische Präparate sind Emulsionen von herausragender Bedeutung, weil sie den physiologischen Bedingungen der Haut entsprechen und eine gleichmäßige Verteilung sowohl öllöslicher als auch wasserlöslicher Wirkstoffe ermöglichen.

Enzyme (Fermente)

 

hochmolekuläre Eiweißkörper, die in tierischen und pflanzlichen Zellen gebildet werden und als Biokatalysatoren die Stoffwechselvorgänge im Organismus ermöglichen

Epidermis

 

Oberhaut

Epilation

 

(lat. ex=aus; pilus=Haar): Entfernung von Haaren durch Zerstörung der Haarwurzel mittels elektrischen Stromes. Wenn die Nadel die Papille trifft, kann kein neues Haar mehr gebildet werden.

Epithel

 

ein- oder mehrschichtige Zellschicht (Deckgewebe) des Haut- und Schleimhautgewebes

Erythem

 

oberflächliche Hautentzündung, gekennzeichnet durch rötliche Verfärbung (Sonnenbrand)

Etherische Öle

 

Sammelbezeichnung für alle duftenden Stoffe, die aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, auch Gewürzen gewonnen werden können

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe F

Falten

 

Im allgemeinen Alterserscheinungen der Haut, die durch Nachlassen und Degeneration (Altersschwund) der elastischen Fasern des Bindegewebes entstehen. Es gibt Bildungsfalten, Bewegungsfalten und mimische Falten, die Bewegungsfalten des Gesichts.

Follikel

 

kleines in die Haut oder Schleimhaut vertieftes Grübchen der obersten Zellschicht. Sie bilden in der äußeren Haut die Säckchen, aus denen die Haare herauskommen.

Friktion

 

Massagegriff (Reibung)

Furunkel

 

schmerzhafter, akut-eitriger Knoten, meist hervorgerufen durch die Entzündung eines Haarbalges und seiner Talgdrüse

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe G

Ganzheitskosmetik

 

der Begriff umfaßt neben der pflegenden und dekorativen Kosmetik auch die Ernährung und die ganze Lebensweise.

Gel

 

gallertartige, mehr oder weniger wasserarme Masse, die in der Kosmetik für Gelees und als Verdickungsmittel verwendet wird

Gesichtswässer

 

Lösungen zur Reinigung und Erfrischung der Gesichtshaut. Sie können zwischen 20 und 50% Ethanol enthalten. Für trockene Haut wird ein Alkoholgehalt von 20% empfohlen, für normale Haut von 25-40%, für fettige Haut bis 50%.

Glyzerin

 

farblose, hygroskopische, dickflüssige Substanz, die als Zusatz in Cremes Verwendung findet

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe H

Hämoglobin

 

Farbstoff der roten Blutkörperchen

Hautanhangsgebilde

 

Talgdrüsen, Schweißdrüsen, Haare und Nägel

Hautflora

 

die normale Besiedlung der menschlichen Haut mit Mikroorganismen. Sie stellt einen Schutz gegen fremde Bakterien dar und sollte deshalb durch Deodorantien nicht vernichtet werden.

Hautgrieß

 

Milium

hermetisch

 

vollkommen luftdicht abgeschlossen

Hormone

 

Substanz, die von den endokrinen Drüsen gebildet und ins Blut abgegeben werden, so daß sie auf entfernt liegende Organe einwirken können. Von besonderem Interesse sind die Keimdrüsenhormone, da sie u. a. auch die Beschaffenheit der Haut und der Haare beeinflussen.

hydrophil

 

wasserfreundlich. Hydrophile Substanzen sind Stoffe, die sich leicht in Wasser lösen.

hydrophob

 

wasserabweisend, wasserunlöslich

Hygiene

 

Gesundheitslehre, Pflege und Erhaltung der Gesundheit durch eine vorbeugende und gesunde Lebensweise

Hyperkeratose

 

Verdickung der Hornschicht durch vermehrte Bildung von Hornzellen oder verminderte Abstoßung der Hornzellen

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe I

Iontophorese

 

Unter Phorese versteht man eine Teilchenbewegung durch ein anderes Medium (Wasser) unter dem Einfluß elektrischer Kraftfelder. Wenn die Teilchen Ionen sind, kann man von Iontophorese sprechen.

Irritation

 

Reizung

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe K

Karbunkel

 

dicht beieinander liegende Furunkel, insbesondere am Nacken, Rücken und Gesicht

Keratin

 

Stoff in Haut, Haar und Nägeln, der die mechanische Widerstandsfähigkeit der Hornschicht der Haut, der Haare und der Nägel bewirkt

keratolytisch

 

Keratin lösend, hornhauterweichend

Körnerschicht

 

Teilschicht der Epidermis, befindet sich zwischen der Keimschicht, (Stratum granulosum) und der Hornschicht; es ist ein Stadium des Keratinisierungsvorganges.

Kohlenhydrate

 

bilden zusammen mit den Eiweißen und Fetten die Nährstoffe für den Organismus von Mensch und Tier.

Kollagen

 

Bezeichnung für Gerüsteiweiße; Grundsubstanz im Bindegewebe; besonders enthalten in Knorpeln, Hornhaut und als kollagene Fasern im Bindegewebe, Sehnen und Bändern

Komedo, (Pl. Komedonen)

 

Mitesser, eingedicktes Sekret (Talg) in den Talgdrüsen; schließt nach oben hin mit einem auf der Haut sitzenden schwarzen Kopf ab.

Kompresse

 

nasser Umschlag, warm oder kalt, auch als Dampfkompresse verwendbar

Konservierung

 

Maßnahmen zur Haltbarmachung, d. h. Ausschaltung oder Minderung schädigender oder verderblicher Einflüsse

Konsistenz

 

Beschaffenheit eines Stoffes, Verhalten gegen Änderungen der Form; z. B. pulverförmig, schmierig und klebrig

Konstitution

 

in der Anthropologie (Lehre vom Menschen): Gesamtheit der körperlich-seelischen Verfassung, soweit sie als erbliche Veranlagung und als bleibend gelten kann. Nach E. Kretschmer drei normale Typen: leptosomer Typ (schmalwüchsig), athletischer Typ, pyknischer Typ (rundwüchsig)

Korium

 

als Lederhaut ein Teil der Kutis

Kosmetik, Kosmetologie

 

(griech kosmein: schmücken, ordnen). Kosmetik ist die Schönheitspflege. Kosmetologie umfaßt alle Forschung für die Praxis der Schönheitspflege auf der Grundlage der Erkenntnisse der Biologie, der Pharmakologie, der Medizin, der Psychologie.

Kutis

 

die Haut

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe L

Lanolin

 

Mischung aus 65% Wollwachs, 20% Wasser und 15% dickflüssigem Paraffin, die als Grundlage für Salben und Cremes geeignet ist

Lecithin

 

unterschieden wird tierisches und pflanzliches Lecithin; Bestandteil jeder Zelle; besitzt, kosmetisch eingesetzt, emulgierende Eigenschaften; stimuliert die Stoffwechseltätigkeit der Haut; wertvoller Zusatz zur Pflege der trockenen und zur Atrophie neigenden Haut; ist in Haut und Haarpflegemitteln enthalten

Lichtschwiele

 

Verdickung der Hornschicht infolge Einwirkung von UV-Strahlen auf die lichtungewohnte Haut. Sie wird durch erhöhte Zellteilung verursacht und stellt den wichtigsten natürlichen Schutzfaktor der Haut dar.

Lipide

 

allgemein: Fette oder fettähnliche Stoffe, die wasserunlöslich sind

lipophil

 

fettfreundlich. Lipophile Substanzen sind Stoffe, die sich leicht in Fetten oder fettähnlichen Stoffen lösen. Gegenteil ist lipophob

"Lipp-Gloss"

 

Lippenglanz. Lippenschminke in Cremeform, die einen hohen Ölanteil enthält

Lotionen

 

Sammelbegriff für flüssige Emulsionen oder alkoholisch-wässrige Lösungen; Emulsionen enthalten Wirkstoffe zur Pflege der Haut; alkoholisch-wässrige Lotionen enthalten oft Kräuterauszüge zum Nachreinigen, Erfrischen, Tonisieren oder Adstringieren der Haut.

Lymphdrainage

 

durch manuelle Lymphdrainage wird der Lymphflüssigkeitsstrom angeregt und sowohl der Abtransport der Stoffwechselprodukte als auch die Entgiftung des Körpers beschleunigt.

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe M

manuell

 

mit der Hand ausgeführt

Make-up

 

Bezeichnung für dekorative Kosmetika und deren Anwendung im Gesichtsbereich.

Maquillage

 

(franz.): dekorative Verschönerung des Gesichts

Melanin

 

brauner oder schwarzer Farbstoff der Haut oder den Haaren

Membran

 

dünne, zarte Haut; Grenzfläche zwischen Zellen und ihrer Umgebung. Membrane sind semipermeabel, also durchlässig für bestimmte Stoffe

Milium

 

sog. Grießkörnchen; stecknadelkopfgroßes, weißliches Körnchen (Pl. Milien) in der Hautoberfläche

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe N

Nasolabialfalten

 

mimische Falten des Gesichts (Bewegungsfalten), die sich rechts und links der Oberlippe vom Nasenflügel zum Mundwinkel ziehen

neural

 

die Nerven betreffend

NMF

 

(Natural Moisturizing Factor=natürlicher Feuchthaltefaktor) Gemisch hydrophiler Substanzen in der Hornschicht der Haut, das der Regulierung des Wasserhaushalts dient

Nukleinsäuren

 

in tierischen und pflanzlichen Zellkernen vorkommende, phosphorhaltige organ.-chemische Stoffe mit lebensnotwendigen Funktionen. Nach der Art des Zuckeranteils unterscheidet man Ribonucleinsäuren (RNS) und Desoxyribonucleinsäuren (DNS).

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe O

Oberflächenspannung

 

Grenzflächenspannung von Festkörpern oder Flüssigkeiten gegen Gase, speziell gegen Luft. Die Oberflächenspannung bewirkt, daß die Flüssigkeiten bestrebt sind, ihre Oberfläche so weit wie möglich zu verkleinern, d. h. Kugelform anzunehmen.

Osmose

 

(gr. osmos=Druck, Antrieb) Übergang des Lösungsmittels einer Lösung in eine stärker konzentrierte Lösung durch eine halbdurchlässige Scheidewand, die nur für das Lösungsmittel, nicht aber für den gelösten Stoff durchlässig ist. Der osmotische Druck ist die Volumenvergrößerung, die durch den in einer osmotischen entstehende Druck entsteht (siehe auch Turgor der Haut).

Oxidationsmittel

 

Verbindungen, die leicht Sauerstoff abspalten. In der Kosmetik finden sie u. a. als Desinfektionsmittel Verwendung.

Ozon

 

Starkes Oxidationsmittel, z. B. für Wasser. Teile der Lufthülle bestehen aus Ozon. In Erdnähe wird das Ozon durch Oxidationsvorgänge laufend zerstört, in höheren Luftschichten neu gebildet. Dieser Ozonmantel nimmt die kurzwellige UV-Strahlung auf und schützt die Erde vor den schädigenden Wirkungen dieser Strahlen.

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe P

Papel

 

Knötchen in der Haut

pathologisch

 

krankhaft

Penetration

 

(lat. penetrare=durchdringen), das tiefere Eindringen von Stoffen in die Haut über die natürlichen Öffnungen, d. h. die Haarfollikel und die Hautdrüsenausgänge, ohne Beteiligung des Gefäßsystems

Pétrissage

 

Massagegriff, sog. Kneten

ph-Wert der Haut

 

Meßzahl für den Säure- oder Basengehalt einer wäßrigen Lösung. (pH-Wert=7: neutral; pH<7: sauer; pH-Wert>7: alkalisch)

Physiologie

 

Lehre von den normalen Lebensvorgängen

Pigmente

 

im medizinisch-biologischen Sinn jeder Farbstoff im Körper, der in feinen Körnern in den Zellen, besonders in der Haut und im Haar eingelagert wird und die Färbung der Gewebe bestimmt

Pore

 

kosmetisch interessieren die Poren (Ausgänge) der kleinen und großen Schweißdrüsen. Diese sind frei und sauber zu halten, um einen ungehinderten Abfluß des Schweißdrüsensekretes zu gewährleisten.

Proteine

 

allgemeine Bezeichnung für Eiweißkörper

Psyche

 

Seele, Wesen, Eigenart

Psychologie

 

Lehre von den seelischen Vorgängen unter Berücksichtigung der sie mitbedingten Lebensvorgänge und Umwelteinflüsse

pustulös

 

mit Pustelbildung einhergehend

Pykniker

 

Menschen von gedrungener, stämmiger Statur

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe Q

Quaddel

 

blasenartige, kurzzeitige Erhebung der Haut

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe R

Regeneration

 

(lat. regenerare= von neuem hervorbringen) Wiederherstellung, Heilungsvorgang

Reinigungsöle

 

bilden durch Zusatz eines speziellen Emulgators mit Wasser eine Emulsion; die so entstehende Emulsion löst Schmutz und Ausscheidungsorgane der Haut

Rosacea

 

Es handelt sich nicht um eine Talgdrüsenerkrankung im engeren Sinn, wenn auch bei den befallenen Personen oft eine Seborrhoe vorhanden ist. Sie hat ihren Sitz im Gesicht, hauptsächlich an der Nase und an den Wangenpartien, ferner an Kinn und Stirn. Wesentliche Symptome sind Teleangiektasien und Erytheme, Ödeme, Papeln, Pusteln (keine Komedonen).

Rouge

 

Wangenrot. Präparate, die blassen Wangen einen rosigen Schimmer verleihen sollen. Sie werden als Puder, meist als Kompaktpuder oder als Fettschminken direkt auf die Haut oder auf eine Make-up-Unterlage aufgetragen.

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe S

Säuremantel

 

überalteter Begriff für Hydro-Lipid-Mantel. Er wurde geprägt aufgrund der Tatsache, daß die Hautoberfläche schwach sauer reagiert. Bei einem pH-Wert von 4-6 ist die Widerstandsfähigkeit der Hornschicht am größten.

Sauna

 

die Saunabäder wirken durch den Temperaturreiz und den damit verbundenen Verlust des Körpers an Wasser und Kochsalz entschlackend und stoffwechselanregend.

Schweiß

 

flüssige Absonderung der Schweißdrüsen. Durch diesen Vorgang werden der Wasserhaushalt des Körpers geregelt, die Temperatur des Körpers ausgeglichen und die Stoffwechselschlacken ausgeschieden.

Seborrhoe

 

(lat. sebum=Talg, gr. rheo=fließe). Krankhaft vermehrte Absonderung von Hauttalg. Es besteht Neigung zu verstärkter Schweißsekretion, zu Akne und zur Bildung fettiger Kopfschuppen(=fettige Haut).

Sebostase

 

(lat. sebum=Talg, gr. stasis=Stauung) Verringerung der Talgdrüsensekretion. Die Haut ist trocken und feinporig.

Sebum

 

der Talg

Sekret

 

Absonderung, Ausscheidung

somatisch

 

körperlich

Sonnenschutzpräparate

 

Kosmetika, die die Haut vor Sonnenbrand schützen sollen. Sie enthalten Filtersubstanzen, die die schädigenden UV-Strahlen absorbieren und in unschädliche Wärmestrahlen verwandeln.

Stifte

 

Kosmetische Zubereitungsform, die durch Ausgießen von Schmelzen in Stiftformen oder mittels Strangpressen hergestellt wird. Die Stiftmassen werden vor allem für Schminkstifte (Lippenstifte, Augenbrauenstifte) verwendet.

Subkutis

 

Unterhautzellgewebe

Synthese

 

Aufbau chemischer Verbindungen aus einfachen Stoffen

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe T

Tätowierung

 

Einbringen von Farbstoffen in die oberen Schichten der Lederhaut mittels feiner Nadelstiche. Das Entfernen der Tätowierung ist schwierig und hinterläßt meist Narben.

Tapotement

 

Klopfmassage. Massagegriffe, die durch Klatschen und Klopfen die erschlaffte Haut reizen und zu einer besseren Durchblutung und Straffung der Muskulatur führen sollen

Teleangiektasien

 

erweiterte rote Äderchen, die durch die Haut schimmern

Tenside

 

intensiv reinigende Waschmittel-Rohstoffe für Haut und Haar

Tonikum

 

kräftigendes Mittel

tonisierend

 

stärkend

Tonus

 

Spannungszustand der Haut, der Elastizität und Reißfestigkeit einschließt. Der Tonus wird von den Eigenschaften der Bindegewebsfasern und vom Turgor der Haut beeinflußt. Beide Faktoren sind altersabhängig; im fortgeschrittenen Alter nimmt der Tonus der Haut ab.

Turgor

 

(lat. turgere=strotzen, geschwollen sein) Spannungszustand der Gewebe in Abhängigkeit vom Wasser- und Elektrolythaushalt des Körpers. In der Kosmetik bedeutet Turgor die Prallheit der Haut als Ganzes, insbesondere der Subkutis.

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe V

Vaseline

 

Gemisch aus gereinigten, gesättigten Kohlenwasserstoffen; in gebleichtem Zustand weiße, durchsichtige fast geruchlose Masse; Salbengrundlage oder Zusatz von Hautschutzcremes; kein Hautpflegemittel

Vibration

 

Erschütterung (Massagegriff). Schnelle rhythmische Schwingungen bestimmter Hautpartien durch vibrierende Massagegriffe bewirken eine Lockerung der Muskeln und der Haut.

Vitamine

 

lebensnotwendige Wirkstoffe, die im allgemeinen im menschlichen Organismus nicht gebildet werden können und deshalb als solche mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe W

Wasserstoffperoxid

 

in konzentriertem Zustand eine klare, farblose, ätzende Flüssigkeit; in stark verdünnter Form Desinfektionsmittel und Bleichmittel

Wollwachs oder Wollfett

 

auch Lanolin genannt, aus der Schafswolle gewonnen; Salbengrundlage

A.F.S. Kosmetik Schule - Fachwörterverzeichnis Buchstabe Z

Zellepithel

 

Zellhautgewebe

Zyste

 

sackartige Geschwulst mit flüssigem Inhalt

Den o. g. alphabetisch geordneten Begriffen werden Sie im Laufe des Lehrgangs des öfteren begegnen. Dieses kleine Fachwörterverzeichnis, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, ist als Hilfe bei der Durcharbeitung der Lehrbriefe gedacht.

   
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