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Kosmetik Fachwörterverzeichnis (Bereich Ernährung)
Aminosäuren sind die kleinsten Eiweißbausteine. Es gibt 20
verschiedene Aminosäuren. Acht davon kann unser Körper nicht selbst aufbauen,
zwei nicht ausreichend. Sie müssen unbedingt in der Nahrung enthalten sein.
Appetit ist das Verlangen nach ganz bestimmten Speisen. Er wird
ausgelöst beim Anblick oder der Vorstellung von Speisen. Außerdem spielen
Stimmungen, Gefühle, die Umgebung und andere Faktoren eine Rolle.
Ballaststoffe gehören zur Gruppe der Kohlenhydrate und sind aus
Zuckerbausteinen aufgebaut. Da die Zuckerketten der Ballaststoffe nicht
gespalten werden können, sind sie unverdaulich. Diese Eigenschaft macht sie für
unsere Ernährung so wichtig. Sie regeln den Stuhlgang und wirken sättigend.
Besonders viel Ballaststoffe sind in Vollkornprodukten, ungeschältem Reis und
Hülsenfrüchten enthalten.
Blutzucker Im Blut befindet sich immer Traubenzucker (Glykose). Nach
dem Essen steigt der Blutzuckerspiegel. Zwischen den Mahlzeiten wird der
Blutzucker verbraucht, die Blutzuckermenge sinkt.
Cholesterin ist eine Fettart, die in allen tierischen Produkten,
jedoch nicht in pflanzlicher Nahrung vorkommt. Jeder Mensch bildet auch selbst
Cholesterin. Der Körper braucht es, um z. B. Hormone und die Gallensäure
aufzubauen. Ein Anstieg des Cholesterinspiegels stellt einen Risikofaktor für
Arterienverkalkung dar.
Diät bezeichnet eine spezielle Ernährung, welche die Behandlung
ernährungsabhängiger Krankheiten unterstützt.
Eiweiß auch Protein genannt, dient dem Körper in erster Linie als
Baustoff für die Zellen. Es wird zum Aufbau und Umbau von körpereigenen
Substanzen benötigt. Als Nahrungsbestandteil liefert es die notwendigen 20
verschiedenen Aminosäuren sowie Energie: 17 kJ (rd. 4,1 kcal) pro Gramm. Eiweiß
soll jedoch nur 10% (entspricht ca. 45-55g) zum täglichen Energiebedarf
beisteuern. Günstige Eiweißquellen sind tierische und pflanzliche
Lebensmittel.
Emulgierung Da sich Fette in Wasser nicht lösen, können die
Verdauungsenzyme sie kaum angreifen. Deshalb zerlegt die Galle die dicken
Fettkugeln in kleine Tröpfchen. Diese liegen fein verteilt vor und bieten
genügend Angriffsflächen für die Verdauungsenzyme.
Enzyme sind natürliche Wirkstoffe, die beim Abbau der Nährstoffe im
Körper eine entscheidende Rolle spielen. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, die
Nährstoffe abzubauen und umzusetzen.
Fett liefert mit 39 kJ (rd. 9,3 kcal) etwa doppelt soviel Energie wie
Stärke, Zucker oder Eiweiß. Fette sollen höchstens 30% des täglichen
Energiebedarfs decken. Sie transportieren die lebensnotwendige Fettsäure
Linolsäure sowie fettlösliches Vitamin A, D, E und K. Chemisch betrachtet
besteht Fett aus Triglyceriden, die wiederum aus Glycerin und drei Fettsäuren
aufgebaut sind. Je nach Kettenlänge der Fettsäuren und Zahl der Doppelbindungen
gibt es kurz- und langkettige sowie gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Für
die Ernährungspraxis ist wichtig, daß Fett sichtbar als Streich- und Kochfett
sowie versteckt in Wurst, Käse, Milch, Nüssen, Schokolade und vielen anderen
Lebensmitteln vorkommt.
Glykogen ist die Speicherform von Traubenzucker (Glukose). Es lagert
als schnell verfügbare Energiereserve in Leber und Muskeln. Aus diesen Depots
bedienen sich zwischen den Mahlzeiten vorwiegend die Nervenzellen.
Glykose ist Traubenzucker, den der Körper vorwiegend als Brennstoff
verwertet. In unserer Nahrung kommt Glykose meist als Baustein der Stärke vor
oder im Haushaltszucker als Verbindung mit Fruchtzucker.
Hunger ist der Drang zu essen. Hunger ist nicht zielgerichtet auf eine
bestimmte Speise, sondern auf irgend etwas Eßbares ausgerichtet. Ausgelöst wird
das Hungergefühl durch Energie- und Nährstoffmangel im Körper und nicht - wie
beim Appetit - durch den Anblick oder die Vorstellung von Speisen.
Idealgewicht wurde von amerikanischen Lebensversicherungen definiert
und liegt 10 bis 15% unter dem Normalgewicht. Nach neueren wissenschaftlichen
Erkenntnissen ist das Idealgewicht oft zu niedrig angesetzt.
Joule ist eine Maßeinheit für den Energiegehalt der Nahrung. Auch die
Energie, die der Körper zur Verrichtung von Arbeit benötigt, wird in Joule
gemessen: 1 Kilokalorie = 1 kcal = 1000 Joule.
Kalorie drückt wie Joule den Energiegehalt der Nahrung aus: 1
Kilokalorie = 1 kcal = 1000 Kalorien. Diese ältere Einheit wurde 1978 durch die
Einheit Joule ersetzt. Die Umrechnung erfolgt recht einfach: 1 kcal = 4,2 kJ; 1
kJ = 0.239 kcal.
Kohlenhydrate sind Nährstoffe, die aus Zuckerbausteinen aufgebaut
sind. Sie bestehen entweder nur aus einem Baustein (Einfachzucker: z. B.
Trauben-, Fruchtzucker), aus zwei (Doppelzucker: z. B. Haushalts-, Milch-,
Malzzucker) oder vielen Bausteinen (Vielfachzucker: z. B. Stärke, Zellulose).
Mit Ausnahme der Ballaststoffe sind Kohlenhydrate geeignete Brennstoffe. Sie
liefern 18 kJ (rd. 4,2 kcal) pro Gramm und sollten etwa 60% des täglichen
Energiebedarfs decken.
Linolsäure ist eine lebensnotwendige mehrfach ungesättigte Fettsäure.
Vom Körper kann die Linolsäure nicht selbst hergestellt werden; deshalb muß
Linolsäure mit der Nahrung zugeführt werden. Besonders reich an Linolsäure sind
z. B. Distelöl, Sonnenblumen- und Maiskeimöl.
Mineralstoffe sind nicht-energieliefernde Lebensmittelbestandteile.
Sie bauen den Knochen auf, regeln den Blutdruck und greifen an vielen Stellen in
die Betriebsabläufe ein. Einige kommen nur in Spuren im Körper vor, z. B. Eisen,
Kupfer, Zink, Jod, Fluor, Mangan und werden Spurenelemente genannt. Natrium,
Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Chlor sind im Körper in größeren Mengen
vorhanden (= Mengenelemente).
Mizelle Die bei der Fettspaltung im Dünndarm entstandenen Fettsäuren
und das Glycerin werden in eine wasserlösliche Hülle, die Mizelle, verpackt. In
dieser Form gelangen Fettsäuren und Glycerin zur Darmwand und wandern aus den
Mizellen ins Körperinnere.
Nährstoffe Lebensmittelinhaltsstoffe, die der Körper verwerten kann.
Einige Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß) liefern Energie, andere
nicht (Wasser, Mineralstoffe, Vitamine).
Normalgewicht wird meist nach der Broca-Formel berechnet: Körpergröße
(in cm) - 100 = Normalgewicht (in kg). Diese Definition gilt nur für Erwachsene
und liefert nur grobe Richtwerte. Ein Nachteil ist, daß kleine Personen zu oft,
große dagegen zu selten als übergewichtig erkannt werden.
Purine sind lebensnotwendige Bausteine und Bestandteile der Zellen
aller Lebewesen. Die bei der Zellenerneuerung freigesetzten Purine werden im
Körper zu Harnsäure abgebaut.
Resorption ist die Aufnahme der Nährstoffe durch die Darmwand
(vorwiegend im Dünndarm) in Blut oder Lymphe.
Stärke ist das wichtigste pflanzliche Kohlenhydrat. Hauptquellen sind
Getreideprodukte und Kartoffeln. Während der Verdauung wird die Stärke in
Traubenzucker (Glucose) aufgespalten. Der Traubenzucker wird dann vom Blut
aufgenommen, in die Körperzellen transportiert und dort als Energie verbrannt.
Ein Gramm Stärke liefert etwa 18 kJ (rund 4,2 kcal).
Stoffwechsel bezeichnet alle chemischen Abläufe im Körper, z. B. die
Umwandlung der Nahrung in kleinste Teile und ihre Verwertung.
Stoffwechselprodukte dienen zur Energiegewinnung oder werden als Bausteine
verwendet oder werden ausgeschieden.
Süßstoffe sind künstlich gewonnene Erzeugnisse. Ihre Süßkraft
überschreitet die des Zuckers um das 10- bis 500-fache. Süßstoffe haben
keinerlei Brennwert, d. h. sie sind kalorienfrei.
Triglyceride sind aus Glycerin und drei Fettsäuren aufgebaut. Die
Fette der Nahrung sind überwiegend Triglyceride.
Übergewicht Das Normalgewicht wird um 10 bis 20% überschritten. Liegt
das Gewicht noch höher, spricht man von starkem Übergewicht oder
Fettleibigkeit.
Untergewicht liegt vor, wenn das Normalgewicht um mehr als 20%
unterschritten wird.
Verdauung In Mund, Magen und Darm werden Lebensmittel zerlegt und die
darin enthaltenen Nährstoffe in kleine Einheiten gespalten. Diese Arbeit leisten
Enzyme in Speichel, Magen-, Bauchspeichel- und Darmsaft.
Vitamine sind für zahlreiche Stoffwechselvorgänge unentbehrlich. Sie
werden in fettlösliche (Vitamin A, D, E, K) und wasserlösliche (Vitamin C,
B-Vitamine) Vitamine eingeteilt.
Zucker Ein Kohlenhydrat, das aus einem (Einfachzucker) oder zwei
Zuckerbausteinen (Zweifachzucker) besteht. Die wichtigsten Einfachzucker sind
Traubenzucker (Glukose)und Fruchtzucker (Fruktose). Der Zweifachzucker
Saccharose (Haushaltszucker) ist eine chemische Verbindung dieser beiden
Einfachzucker.
Den o. g. alphabetisch geordneten Begriffen werden Sie im Laufe des
Lehrgangs des öfteren begegnen. Dieses kleine Fachwörterverzeichnis, das
keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, ist als Hilfe bei der
Durcharbeitung der Lehrbriefe gedacht. |