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Lehrbrief VIII: Dermatologie 1/Kosmetische Diagnostik
Ausbildung zur Kosmetikerin auf der AFS Kosmetikschule
Dermatologie 1
Alle Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung einer gesunden Haut setzen
umfangreiches Wissen über dieses so wichtige Organ voraus: das Wissen um die
Hautschichten, die Funktionen der Haut, die Hauttypen und die ihrer
Ausdrucksformen ist Voraussetzung für das Verständnis von Veränderungen
(Hauteffloreszenzen) und Pigmentverschiebungen, die in den Kapiteln 5 und 6
behandelt werden.
Die Haut ist das einzige Organ, das die Beziehung zwischen allen
körperlichen Vorgängen und der Umwelt regelt und sowohl von außen als auch
von innen beeinflußbar ist. Auf der Haut manifestieren sich aber auch alle
Störungen in dieser Beziehung. Für die kosmetische Praxis bedeutet das
Erkennen und Einordnen von Störungen aufgrund von ermittelten Symptomen die
Erstellung einer Hautdiagnose. Für diesen Teil der Behandlung, der die
höchste Qualifikation und die meiste Erfahrung voraussetzt, vermitteln diese
Lehrbriefe das fachliche Grundwissen.
Kosmetische Diagnostik
Kein Arzt kann erfolgreich therapieren, ohne sich ein umfassendes Bild vom
Befinden seines Patienten, seinem physischen und psychischen Funktionieren,
von Vorerkrankungen und Lebensumständen zu machen. Das alles ist im
Zusammenhang zu sehen, auch in der kosmetischen Betreuung, weil gerade die
Haut als sensibles Organ einen wichtigen Vermittler zwischen Körpergeschehen
und Umwelt darstellt.
Als entscheidend für den Erfolg in der Kosmetikpraxis darf die Gründlichkeit
und Sorgfalt gesehen werden, mit der die Hautdiagnose angegangen wird. Sie
ist Grundlage für jede Behandlung in der Kabine und für jede Behandlung zu
Hause. Folglich muß sie sowohl vor einer Pflegebehandlung in der
Kosmetikkabine, als auch vor einem Verkaufgsgespräch für ein Produkt zur
Heimpflege auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft werden.
Die Beurteilung der Haut oder kosmetische Diagnostik beruht auf dem Befragen
(der Anamnese), dem Betrachten und dem Betasten der Haut.
Im Lehrbrief Lehre von der Ganzheitskosmetik wurden die sieben
Beurteilungskriterien, die ihr zugrunde liegen, aufgezählt. Es sind: die
Porigkeit, der Fettgehalt, der Turgor, der Tonus, die Empfindlichkeit
(einschließlich Allergie), die Faltenbildung und die Hautanomalien und
Hauteffloreszenzen.
Das Ergebnis ist die Gesamtdiagnose, die den momentanen Hautzustand der
Kundin widergibt und einem bestimmten Hauttyp entspricht.
In diesem Lehrbrief vermitteln wir Ihnen zunächst das Hintergrundwissen und
zeigen dann, mit welcher Methodik Sie Schritt für Schritt zu einer Zuordnung
zu den Hauttypen gelangen und diese Erkenntnisse in die Karteikarte
übertragen können.
Lehrbriefe
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