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Lehrbrief XII: Ernährung 2/Verkaufskunde

Ausbildung zur Kosmetikerin auf der AFS Kosmetikschule

Ernährung 2

Kosmetika/Kosmetikprodukte können die Ernährung nicht ersetzen, aber sie können durchaus die Nahrung ergänzen und so dem Aussehen guttun. Die "Ernährung von innen" ist deshalb so wichtig, weil sie täglich Enormes leistet: Sie hält ihre Milliarden Zellen am Leben und baut in jeder Sekunde Tausende neuer Zellen auf. Dazu braucht sie kontinuierlich ausreichend alle Nährstoffe, also Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Wasser. Diese Mengen können nur von innen - also über die Nahrung - geliefert werden.

Im Rahmen der kosmetischen Beratung gilt es auch, der Kundin die Wechselwirkungen zwischen Ernährung und Haut aufzuzeigen und sie zur Mitarbeit zu bewegen. Die erforderlichen Grundkenntnisse der Ernährungslehre hat der Lehrbrief Ernährung 1 aufgezeigt. Ziel dieses Lehrbriefs ist die Vermittlung von Wissen über die Nahrungsergänzung sowie die konkrete Ernährungsberatung im Institut.

Verkaufskunde

Jeder der Erfolg hat, ist, ob es ihm bewußt ist oder nicht, im Grunde ein erfolgreicher Verkäufer. Jeder verkauft anderen den Wert seiner Dienste. Gute Eltern "verkaufen" sozusagen ihren Kindern, wie sie ein glückliches und schöpferisches Leben führen können. Erfolgreiche Führungspersönlichkeiten "verkaufen" ihre Tätigkeit, den Menschen das geben zu können, was sie wollen. Sogar die erfolgreichen Wissenschaftler "verkaufen" ihre Ideen denen, die ihnen die Mittel für ihre Arbeit zur Verfügung stellen. Umgekehrt können die hervorragenden Ideen auf den Müll landen, nur weil sie nicht richtig verkauft werden. Selbst im privaten Zusammenleben ist ein gegenseitiges "Verkaufen" und "Kaufen" ein "Anbieten", "Annehmen" oder "Ablehnen". Wer z. B. seine Meinung äußert, der bietet sich zum "Kauf" an. Ob diese Meinung "gekauft" (akzeptiert) wird, hängt davon ab, ob er in der Lage war, sie überzeugend vorzutragen.

Ein jeder Mensch steht - ob er will oder nicht - mit seiner Person zum "Verkauf". Er selbst bestimmt seinen "Verkaufswert": bei der Bitte um Gehaltserhöhung, bei der Beilegung von Streit, im Gespräch allgemein, wenn man überzeugend auf seine Mitmenschen wirkt.

Letztendlich ist der Verkauf nicht nur die wichtigste, sondern auch die am meisten ausgeübte Tätigkeit unseres Lebens.

Kaum jemand, der Käufer von kosmetischen Artikeln ist, kennt den Erfinder bzw. den eventuellen Rezept-Patent-Inhaber. Kaum jemand kennt die Ingredienzen einer Mixtur. Von eigentlichen Hersteller spricht fast niemand. Bekannt sind Markennamen, unter denen Kosmetika auf den Markt kommen. Das Wichtigste, vielleicht sogar trotz aller Reklame, ist die Verkäuferin, die die kosmetischen Artikel "an den Mann bringen" soll. Sie hat den unmittelbaren Kontakt zu den Kundinnen, ihr Verhalten (Einsatz oder Nichteinsatz) entscheidet auf Dauer weitgehend über das Wohl und Wehe der Kosmetikmarken, über das des Unternehmens, in der die Kosmetika vertrieben werden und selbstverständlich auch über ihr eigenes. Wie bereits oben erwähnt, beinhaltet Verkaufen, daß in erster Linie ein jeder Verkäufer, ein jeder Mensch sich selbst "verkauft", verkaufen muß, wenn er leben und existieren will. Die Frage ist, wie er sich verkauft.

Dieser Lehrbrief befaßt sich mit der Kosmetikerin als Verkäuferin.

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